Baustelle, um das Wärmenetz in Winterthur auszubauen.

Aktuelle Bauprojekte

Wärme macht 40 Prozent der verbrauchten Energie aus. Deshalb ist klimafreundliche Gebäudewärme im Fokus der Energiewende. Hier finden Sie aktuelle Beispiele, wie die Stadt die Verdichtung und den Ausbau der Wärmenetze vorantreibt.

Projekt «Neuwiesen Süd, Neuwiesen I»

Mit dem Projekt «Neuwiesen Süd» wird der Quartierwärmeverbund (QWV) Sulzer Stadtmitte ins Quartier Neuwiesen erweitert. Die Erschliessungsleitungen, die klimafreundliche Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) ins Quartier bringen, sind gebaut. Bis Ende 2025 wurden bereits 18 Anlagen an das Wärmenetz angeschlossen.

Mit dem Anschluss der Liegenschaften an der Konradstrasse wird das Projekt voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen. Weitere Gebäude im Gebiet können laufend angeschlossen werden.

Projekt «Neuwiesen Süd, Neuwiesen I»

Projekt «Neuwiesen II»

Mit der zweiten Etappe wird das Wärmenetz von der Kreuzung Schützenstrasse/Salstrasse weiter Richtung Westen ausgebaut. Geplant sind zwei Hauptleitungen: Die eine führt über die Sal-, die Bleiche- und die Wartstrasse bis zu den Eulachhallen, die andere über die Wülflingerstrasse bis zur Schulanlage an der Weststrasse. Neben den Eulachhallen, der Sportanlage Rennweg und der Schulanlage Wülflingerstrasse können auch erste private Gebäude angeschlossen werden.

 

Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Ende 2028 mit der Leitung Richtung Eulachhallen. Die Leitung zur Schulanlage Wülflingerstrasse erfolgt bis 2030. Für die weiteren Teile des Quartiers Neuwiesen laufen bereits Abklärungen.

Das Bauprojekt ist in Planung.

Projekt «Töss»

Im Zuge des SBB-Ausbaus «MehrSpur Zürich–Winterthur» wird der Bahnhof Töss umgebaut. Stadtwerk Winterthur nutzt diese Gelegenheit und unterquert die Gleise mit einer neuen Wärmeleitung im Gebiet des Bahnhofs Töss.

Die Leitung ist eine Vorinvestition: Die Fernwärme reicht heute noch nicht bis Töss. Die Unterquerung der Gleise liesse sich zu einem späteren Zeitpunkt aber kaum mehr realisieren. Mit dieser vorgezogenen Unterquerung ist eine wichtige Voraussetzung geschaffen, um künftig einen Teil des Stadtteils Töss mit Wärme zu erschliessen.

Projekt «Töss»

Projekt «Seen»

Mit dem Projekt «Seen» wird der Quartierwärmeverbund Waser ins Quartier Seen erweitert.

Eine neue Hauptleitung führt ab dem bestehenden Wärmenetz Waser bis zum Schulhaus Steinacker, das im Zuge seiner Renovation angeschlossen wird. Eine eigene Heizzentrale braucht es in Seen nicht: Die Wärme stammt aus der Holzheizzentrale Waser und, über den Wärmeverbund Rudolf-Diesel-Strasse, aus der Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage (KVA). Die Bautätigkeit beginnt voraussichtlich im dritten Quartal 2027.

Das Bauprojekt ist in Planung.

Projekt «Oberwinterthur»

Oberwinterthur wird mit einer neuen Hauptleitung an das städtische Wärmenetz angeschlossen.

Die Leitung zweigt in der Sulzerallee auf der Höhe «Im Link» von der bestehenden Fernwärmeleitung ab, unterquert Bahnlinie und Eulach und führt bis zum Schulhaus Guggenbühl.

 

Die Bauarbeiten am Wärmenetz beginnen voraussichtlich 2028, die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 vorgesehen. In einer späteren Etappe soll die Leitung bis zum Quartierwärmeverbund Zinzikon verlängert werden. So kann die Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) künftig auch in Zinzikon und im Gebiet Guggenbühl genutzt werden. Die Leitung ist zudem so ausgelegt, dass später auch Abwärme aus dem Rechenzentrum in Neuhegi eingespeist werden kann.

Kartenausschnitt Projekt «Oberwinterthur»

Projekt «Rudolf-Diesel-Strasse»

Im Gebiet Rudolf-Diesel-Strasse werden immer mehr Gebäude mit Abwärme der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) versorgt. Gleichzeitig mit der Erschliessung des Gebiets ist zudem das Fernwärmenetz mit dem Quartierwärmeverbund Waser zusammengeschlossen worden. Dies hat den Vorteil, dass im Sommer die Abwärme der KVA besser genutzt und das Holz (Wärmezentrale Waser) für den höheren Heizbedarf im Winter verwendet werden kann.

Zusätzliche Energie ist auch in Sicht: Mit der Erneuerung der KVA wird bei gleichbleibender Abfallmenge noch mehr Wärme verfügbar. Ein erster Probebetrieb der erneuerten Anlage ist im Herbst 2030 geplant. All diese Massnahmen dienen dazu, die klimafreundliche und erneuerbare Energie für die städtischen Wärmenetze möglichst effizient einzusetzen.

Zwei Wärmeleitungen in einem Graben

Projekt «Rudolf-Diesel-Strasse»

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