Wissenswertes zum Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht des vergangenen Jahres erscheint jeweils im Mai des Folgejahres. Er enthält Finanzzahlen, Fakten und Informationen zu Entwicklungen in den Geschäftsfeldern von Stadtwerk Winterthur.
Der Geschäftsbericht 2024 gibt einen Überblick über das vergangene Jahr und zeigt, was Stadtwerk Winterthur erreicht hat.
Der Geschäftsbericht des vergangenen Jahres erscheint jeweils im Mai des Folgejahres. Er enthält Finanzzahlen, Fakten und Informationen zu Entwicklungen in den Geschäftsfeldern von Stadtwerk Winterthur.
Millionen
Millionen
Am 25. November 2012 beschloss die Winterthurer Stimmbevölkerung, dass die Treibhausgasemissionen in Winterthur bis zum Jahr 2050 auf zwei Tonnen CO2-Äquivalente pro Kopf und Jahr zu reduzieren sind und dass anschliessend mit hoher Priorität eine weitere Reduktion auf eine Tonne CO2-Äquivalente angestrebt wird. Des Weiteren sprach sich die Winterthurer Bevölkerung am 28. November 2021 deutlich für das Klimaziel «Netto null Treibhausgasemissionen bis 2040» aus.
Erneuerte KVA wird mehr Wärme liefern
Das sind sehr ambitionierte Ziele. Im Energie- und Klimakonzept der Stadt Winterthur ist festgelegt, wie das Klimaziel «Netto null Treibhausgasemissionen bis 2040» erreicht werden soll. Im Jahr 2024 ist Winterthur hier einen wichtigen Schritt vorangekommen: Mit überwältigendem Mehr hat die Stimmbevölkerung einem Kredit von 293 Millionen Franken zur Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) zugestimmt. Neben dem altersbedingten Ersatz der zweiten Verbrennungslinie resultieren daraus wesentliche energetische und ökologische Verbesserungen. So wird dereinst aus derselben Kehrichtmenge rund 30 Prozent mehr Wärmeleistung gewonnen – dank Nutzung der Abwärme der Rauchgasreinigung. So kann ein wesentlich grösserer Teil Winterthurs mit Fernwärme versorgt werden. Damit lassen sich zahlreiche Öl- und Gasheizungen ersetzen, was für die CO2-Reduktion von grosser Bedeutung ist.
Bei der Modernisierung der Wärmeversorgung sind der kommunale Energieplan und die dazugehörigen Masterplanstudien zentrale Instrumente. Mit den Masterplanstudien werden die im Energieplan aufgeführten Massnahmen auf ihre technische Machbarkeit hin überprüft, Realisierungsschritte vorgeschlagen und die Kosten geschätzt. Der Abschluss der Masterplanstudien hat es dem Winterthurer Stadtrat im Jahr 2024 ermöglicht, Prioritäten beim Ausbau der städtischen Wärmenetze zu setzen. Dabei behielt er immer auch die Wirtschaftlichkeit im Auge.
Ausbau der Solarenergie
Erfreulich war der Zubau zahlreicher Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden. Ein Teil der Anlagen, für die der Stadtrat im Jahr 2024 Kredite gesprochen hatte, wurde bereits im selben Jahr realisiert. Die Finanzierung erfolgt über den Rahmenkredit von 90 Millionen Franken für Anlagen zur Produktion von Strom aus erneuerbarer Energie, der im September 2012 von der Winterthurer Stimmbevölkerung bewilligt worden war.
Die Energiewende in Winterthur erreichen wir zu grossen Teilen durch eine Elektrifizierung der Mobilität und des Heizens. Deswegen verstärkt Stadtwerk Winterthur sein Stromnetz und hat das Unterwerk Grüze aufgerüstet. Unter anderem damit hat Stadtwerk Winterthur 2024 erneut bewiesen, dass es ein Garant ist für eine verlässliche Infrastruktur.
Stefan Fritschi, Stadtrat, Vorsteher Departement Technische Betriebe
Mio. kWh
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Tonnen
Die Erwartungen der Öffentlichkeit und unserer Kundschaft sind rasch formuliert: hundert Prozent Versorgungssicherheit, hundert Prozent nachhaltig und CO2-frei, und dies zu einem tiefen Preis. Die Umsetzung im realen Alltag ist aber nicht so einfach. Stadtwerk Winterthur kämpft mit der zunehmenden Regulierungsdichte, langen Lieferfristen, knappen Personalressourcen und finanziellen Herausforderungen. Der Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbar und nachhaltig (Ziel «Netto null Treibhausgasemissionen bis 2040») ist äusserst ehrgeizig und erfordert eigentlich eine Vereinfachung der Prozesse, schnellere Entscheidungswege sowie mehr finanzielle und personelle Ressourcen.
Aktuell erleben wir aber eher das Gegenteil: Die Komplexität nimmt zu und erschwert ein schnelles Vorankommen. Die gesetzlichen Vorgaben und der administrative, technische und finanzielle Aufwand für das Bauen und Betreiben der Versorgungs- und Entsorgungsanlagen werden immer grösser. Darunter leidet die Effizienz, und die Kosten steigen.
Stadtwerk Winterthur kommt die Rolle zu, in diesem schwierigen Umfeld die regulatorischen und politischen Vorgaben bestmöglich umzusetzen und die Transformation hin zu einer CO2-freien Zukunft zu schaffen, ohne aber die hohe Versorgungssicherheit zu gefährden. Wir geben tagtäglich unser Bestes, um dieser Rolle gerecht zu werden. Ein Vertrauensbeweis der Bevölkerung gegenüber Stadtwerk Winterthur war 2024 die hohe Zustimmung zur Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage. Wir sind uns der Verantwortung für einen sorgfältigen Umgang mit dem Investitionskredit von 293 Millionen Franken bewusst und werden alles daransetzen, das Projekt erfolgreich zu realisieren.
Die Erneuerung und der Ausbau der Abwasserreinigungsanlage ist ein weiteres grosses Projekt. Hier ist Stadtwerk Winterthur 2024 in der Planung einen grossen Schritt vorangekommen.
Stadtwerk Winterthur hat 2024 ein Konzept für eine stärkere Unterstützung seiner Führungskräfte entwickelt. Diese sollen mit schwierigen Personalsituationen besser umgehen und ihre Mitarbeitenden im Umgang mit steigenden Belastungen coachen können.
2024 wurde ein Fokus auf die Reduktion der Kosten und die Verbesserung der Effizienz gelegt. Die Kosten unserer Produkte und Dienstleistungen sollen langfristig tief und konkurrenzfähig sein. Entsprechende Massnahmen wurden eingeleitet oder schon umgesetzt.
Ich danke allen unseren Mitarbeitenden, die sich mit viel persönlichem Einsatz und Herzblut tagtäglich engagieren und 2024 hervorragende Arbeit zugunsten der Stadt Winterthur und unserer Kundschaft geleistet haben. Das Bildkonzept dieses Geschäftsberichts nimmt die Bedeutung der Mitarbeitenden auf und zeigt, wie attraktiv Stadtwerk Winterthur als Arbeitgeber ist.
Marco Gabathuler, Direktor Stadtwerk Winterthur
Vor dem Start der Bauarbeiten zum SBB-Projekt «Mehrspur Zürich–Winterthur» musste die letzte Mittelspannungs-Freileitung in Winterthur abgebaut werden. Sie führte über die SBB-Gleise und die Töss. Ab 22. Januar demontierte Stadtwerk Winterthur die Stromfreileitung in zwei Etappen. Damit stehen nun im Mittelspannungsnetz nur noch erdverlegte Kabel im Einsatz.
Der Bau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern schreitet voran. Im März beschloss der Winterthurer Stadtrat weitere Kredite von gesamthaft 707 000 Franken für den Bau von Solarstromanlagen auf Dächern von vier städtischen Liegenschaften.
Am 11. April führte Stadtwerk Winterthur zusammen mit dem Verein «energie bewegt winterthur» den Informationsanlass «Gebäudesanierung und Heizungsersatz» für die Eigentümerschaft von Liegenschaften durch. Daran nahmen fast zweihundert Interessierte teil.
Ebenfalls am 11. April ging die neue Website von Stadtwerk Winterthur online. Sie ist zu grossen Teilen barrierefrei und wesentlich benutzerfreundlicher als die bisherige Website, die auch technisch in die Jahre gekommen war.
Das Unterwerk Grüze wird aufgerüstet. Anfang Mai wurde der erste von vier 25-Megawatt-Transformatoren durch einen 40-Megawatt-Transformator ersetzt. Dank dieser schrittweisen Leistungsverstärkung kann das Unterwerk auch in Zukunft den stetig wachsenden Leistungsbedarf in seinem Versorgungsgebiet decken.
Das Pfingstwochenende bescherte Winterthur einen neuen Rekord: Erstmals wurde in Winterthur mehr Strom in der Kehrichtverwertungsanlage und durch lokale Photovoltaik-Anlagen produziert, als gleichzeitig verbraucht wurde. Am Pfingstsonntag speiste die Stadt Winterthur deshalb erstmals Strom ins Vorliegernetz der Axpo ein. Dies war in der über hundertjährigen Geschichte der Winterthurer Stromversorgung noch nie der Fall gewesen.
Ende Mai kommunizierte Stadtwerk Winterthur sein Geschäftsergebnis 2023. Bei einem Gesamtumsatz von rund 292 Millionen Franken schloss Stadtwerk Winterthur das Geschäftsjahr 2023 mit einem negativen Betriebsergebnis ab. Dieses betrug –21,5 Millionen Franken (nach Abzug der finanziellen Vergütung an die Stadt Winterthur im Umfang von 8,9 Millionen Franken). Wesentliche Gründe waren hohe Energieeinkaufspreise sowie eine markante Wertberichtigung bei einer Beteiligung.
Am 12. Juni ging das neue Energieportal der Stadt Winterthur online. Es vereinigt die Energieberatung der Abteilung Energie und Technik des Departments Bau und Mobilität und die Energieberatung von Stadtwerk Winterthur so, dass der Auftritt nach aussen vereinheitlicht ist und Interessierte nur noch eine einzige Anlaufstelle – jene der städtischen Energieberatung – für alle Beratungsangebote haben. Hauptthemen des neuen Informationsportals sind der Heizungsersatz, Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach sowie energetische Gebäudesanierungen. Zudem informiert das Portal über mögliche Förderbeiträge.
Am 9. Juni nahm die Schweizer Stimmbevölkerung eine Änderung des Energie- und des Stromversorgungsgesetzes an, den sogenannten Mantelerlass. Dieser hat wegweisenden Charakter und bringt diverse Neuerungen und Änderungen für die Stromversorgung der Schweiz und damit auch für Stadtwerk Winterthur.
Am 12. Juni ging das neue Energieportal der Stadt Winterthur online. Es vereinigt die Energieberatung der Abteilung Energie und Technik des Departments Bau und Mobilität und die Energieberatung von Stadtwerk Winterthur so, dass der Auftritt nach aussen vereinheitlicht ist und Interessierte nur noch eine einzige Anlaufstelle – jene der städtischen Energieberatung – für alle Beratungsangebote haben. Hauptthemen des neuen Informationsportals sind der Heizungsersatz, Photovoltaik-Anlagen auf dem eigenen Dach sowie energetische Gebäudesanierungen. Zudem informiert das Portal über mögliche Förderbeiträge.
Am 9. Juni nahm die Schweizer Stimmbevölkerung eine Änderung des Energie- und des Stromversorgungsgesetzes an, den sogenannten Mantelerlass. Dieser hat wegweisenden Charakter und bringt diverse Neuerungen und Änderungen für die Stromversorgung der Schweiz und damit auch für Stadtwerk Winterthur.
Seit zehn Jahren vergärt die Kompogasanlage in Winterthur – an der auch die Stadt Winterthur finanziell beteiligt ist – Grünabfälle aus Winterthur, Frauenfeld und den umliegenden Gemeinden. Im Rahmen dieses Jubiläums fand am 6. Juli für die Bevölkerung ein Tag der offenen Tür statt.
Am 23. August konnte der Winterthurer Stadtrat bekannt geben, dass die Stromtarife für das Jahr 2025 sinken. Der Rückgang aufgrund der Entspannung an den europäischen Energiemärkten beträgt über alles gesehen durchschnittlich 10 Prozent gegenüber 2024.
Ein Kredit von 293 Millionen Franken für die Erneuerung der Kehrichtverwertungsanlage in Winterthur erhielt am 22. September ein deutliches Ja (87%) von der Winterthurer Stimmbevölkerung. Aus der gleichen Kehrichtmenge kann künftig mehr Abwärme gewonnen und ein grösserer Teil von Winterthur mit Fernwärme beheizt werden.
Die Wärmeversorgung nimmt eine Schlüsselrolle ein, um die Klimaziele der Stadt Winterthur zu erreichen. Am 29. Oktober gab der Winterthurer Stadtrat bekannt, wie er beim Ausbau der städtischen Wärmenetze die Prioritäten setzt. So soll die Abwärme des privaten Rechenzentrums in Hegi schrittweise genutzt werden. Wegen fehlender Wirtschaftlichkeit verzichtet der Stadtrat hingegen auf die Nutzung der Abwärme des gereinigten Abwassers als Energiequelle für städtische Wärmenetze.
Eine der beiden zentralen Netzwerkkomponenten des Winterthurer Glasfasernetzes wurde in der Nacht vom 28. auf den 29. November vom bisherigen Standort an einen neuen verlegt. Der Umzug erfolgte ohne Unterbruch für die Kundschaft.
Anfang Dezember erreichte Stadtwerk Winterthur einen Meilenstein: Seit Beginn der gesetzlich vorgeschriebenen Umstellung auf Smart Meter (intelligente, fernauslesbare Stromzähler) wurden 50 000 Stück installiert. Bis Ende 2027 werden alle alten Stromzähler ausgewechselt sein.
Kontaktieren Sie uns mit Ihren Fragen und Anregungen.
Wir sind gerne für Sie da.
Stadtwerk Winterthur
Kundendienst