Versorgungssicherheit Energie

Die Versorgungssicherheit der Schweiz mit Gas und Strom ist derzeit gegeben. Aufgrund der Ukrainekrise und der damit verbundenen möglichen Gaslieferunterbrechung in Europa bleibt die Situation weiterhin angespannt. 

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Hintergrund

Die Schweiz ist beim Erdgas zu fast 100 Prozent von Importen aus dem Ausland abhängig. Im Inland produzierte erneuerbare Gase wie Biogas decken lediglich etwa 2.6 Prozent des Verbrauchs ab. Weder verfügt die Schweiz über eigene Erdgasvorkommen noch über grössere eigene Speicherkapazitäten. Als Transitland mitten in Europa ist die Schweiz Teil des europäischen Erdgasleitungsnetzes. Sollte es zu Lieferengpässen im Erdgasnetz kommen, ist die Schweiz direkt davon betroffen. Im Falle einer Unterversorgung mit Erdgas wird der Bund Verbrauchseinschränkungen erlassen, die Energieversorgungsunternehmen wie Stadtwerk Winterthur umsetzen müssen.

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Zusammenhang

Der Gasmarkt ist international eng mit dem Strommarkt verflochten. Gas wird in vielen europäischen Ländern benötigt, um Strom herzustellen. Kommt es zu Gaslieferengpässen, ist die Stromherstellung ebenfalls betroffen und es kann eine Strommangellage eintreten. Die politischen Unsicherheiten in Europa aufgrund der Ukrainekrise, revisionsbedingte geringe Verfügbarkeit der Kernkraftwerke in Frankreich sowie die Trockenheit der letzten Monate erhöhen tendenziell das Risiko einer Strommangellage für die kommenden Wintermonate.

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Unser Beitrag

Was können wir selber beitragen? Ein sorgsamer Umgang mit Energie zahlt sich immer aus. Jeder Beitrag zählt: Wenn jede und jeder ein wenig Energie einspart, reicht die Energie für alle länger. Tipps, wie Sie Energie sparen und gemeinsam die Versorgung sichern können finden Sie in den städtischen Energiespartipps sowie bei Swisspower. Für Geschäftskundinnen und Geschäftskunden gibt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung Hinweise, siehe auch Downloads.

Versorgungssicherheit Gas

Aufgrund der Ukrainekrise, der geringen Verfügbarkeit grosser Kernkraftwerke in Frankreich und der unterdurchschnittlich gefüllten Speicherseen herrscht an den Energiemärkten eine äusserst angespannte Situation. Eine Gasmangellage kann nicht ausgeschlossen werden. Kurzfristig ist die Gasversorgung in der Schweiz nicht eingeschränkt. 

Die Versorgungssicherheit mit Gas in der Schweiz und somit auch Winterthur ist derzeit nicht eingeschränkt.

 

Aufgrund reduzierter Gaslieferungen aus Russland ist es jedoch unwahrscheinlich, dass die europäischen Gasspeicher bis im Oktober 2022 genügend befüllt sein werden. Gelingt die Befüllung über die Sommermonate nicht, droht eine Gasmangellage im kommenden Winter 22/23. Da die Schweiz über keine eigenen Erdgasvorkommen oder grössere Speicherkapazitäten im Inland verfügt, ist sie von Importen aus dem Ausland abhängig und direkt betroffen. Aus diesem Grund setzt sich die Gasbranche für Speicher­kapazitäten im Ausland ein. Ziel ist es, dass 15 Prozent des Gasabsatzes bis November in Speichern im Ausland eingelagert und auch die Transportrechte gesichert werden.

Falls in der Schweiz eine Gasmangellage eintritt und diese von der Gasbranche nicht mehr mit marktwirtschaftlichen Massnahmen behoben werden kann, greift das Bundesamt für die wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) lenkend ein. Diese erlässt die notwendigen Bewirtschaftungsmassnahmen.

 

In einer Gasmangellage gibt es Gas, aber zu wenig. In einem ersten Schritt würde der Bund die Konsumentinnen und Konsumenten mittels Sparappellen aufrufen, den Gasverbrauch zu reduzieren. Gleichzeitig kann der Bund den Firmen mit sogenannten Zweistoffanlagen die Umstellung von Gas auf Heizöl vorschreiben. Als weiteren Schritt werden Anlagen kontingentiert. Von den Kontingentierungen sind alle Anlagen betroffen, die nicht zu den geschützten Verbrauchern (bspw. Privathaushalte, Spitäler, Blaulichtorganisationen, Energie- und Wasserunternehmen) zählen.

Versorgungssicherheit Strom

Aufgrund der Ukrainekrise, der geringen Verfügbarkeit grosser Kernkraftwerke in Frankreich und den unterdurchschnittlich gefüllten Speicherseen herrscht an den Energiemärkten eine äusserst angespannte Situation. Eine Strommangellage kann nicht ausgeschlossen werden. Kurzfristig ist die Stromversorgung in der Schweiz nicht eingeschränkt. 

Die Versorgungssicherheit mit Strom in der Schweiz und somit auch Winterthur ist derzeit nicht eingeschränkt.

 

Der Gasmarkt ist international eng mit dem Strommarkt verflochten. Gas wird in vielen europäischen Ländern benötigt, um Strom herzustellen. Kommt es zu Gaslieferengpässen, ist die Stromherstellung direkt betroffen und es kann eine Strommangellage eintreten. Die politischen Unsicherheiten in Europa aufgrund der Ukrainekrise, die geringe Verfügbarkeit grosser Kernkraftwerke in Frankreich und die Trockenheit der letzten Monate begünstigen das Risiko einer Strommangellage für die kommenden Wintermonate.

Sind Stromangebot und Stromnachfrage während mehreren Tagen, Wochen oder Monaten nicht mehr im Einklang, spricht man von einer Strommangellage. 

 

Falls in der Schweiz eine Strommangellage eintritt, wird der Bund aktiv und beauftragt die Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (OSTRAL) mit den notwendigen Bewirtschaftungsmassnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs.

 

In einer Strommangellage gibt es zu wenig Strom. In einem ersten Schritt würde der Bund die Konsumentinnen und Konsumenten mittels Sparappellen aufrufen, den Stromverbrauch freiwillig zu reduzieren. Reichen die Sparappelle nicht aus, kann die wirtschaftliche Landesversorgung auf vorbereitete Strombewirtschaftungsmassnahmen zur Lenkung des Stromverbrauchs und des Stromangebots zurückgreifen. Die Beheizung von beispielsweise Hallenbädern, Leuchtreklamen oder der Betrieb von Skiliften etc. könnten als nicht zwingend benötigte Anwendungen verboten werden. In einem weiteren Schritt käme es zur Kontingentierung von Grosskunden (Verbrauch über 100 000 Kilowattstunden pro Jahr). Als letzte Stufe käme es zu Netzabschaltungen für mehrere Stunden.