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Nachhaltige Dienstleistungen und Angebote 2016

Klimafonds Stadtwerk Winterthur

2016 hat der Klimafonds Stadtwerk Winterthur fünf Projekte mit insgesamt 400 000 Franken unterstützt. Eines davon dient der Entwicklung eines Handgeräts zur berührungslosen Messung von Lackschichten. Damit lassen sich die Schichtdicken und die Trocknungszeit im Ofen minimieren, was Lack und Energie spart. Unterstützt worden ist auch das Projekt «carvelo2go», das über eine Online-Plattform Lastenvelos zum Mieten anbietet. In Winterthur sind acht Ausleihstationen geplant. Der Fonds hat sich zudem für die «Velodisco» engagiert, eine Veranstaltungsform, bei welcher der Strom für die Musikanlage, das Mischpult und die Discokugel auf zwei Velos erzeugt wird. Dieselbe Infrastruktur nutzt das Folgeprojekt «Pedal-Power», ein Workshop für Oberstufenschülerinnen und -schüler: Auf spielerische Art werden die Teilnehmenden für Umwelt- und Energiethemen sensibilisiert. Das Projekt «Pyro-Power-Plant» widmet sich der Produktion von Pflanzenkohle aus Restholz, Rinde und Gärresten. Möglich macht dies ein neuartiges Pyrolyseverfahren. Das dabei frei werdende Gas dient der Wärme- und Stromerzeugung. Die Pflanzenkohle lässt sich als Torfersatz zur Gewinnung von fruchtbarer Pflanzenerde einsetzen.

Gesprochene Förderbeiträge 2016in 1000 CHF

Velodisco

Reizvoll GmbH

10

Pedal Power Workshop 

Reizvoll GmbH

40

carvelo2go

Carvelo

31

Vorstudie Pyro-Power-Plant

Ökozentrum Langenbruck

5

Pyro-Power-Plant

Ökozentrum Langenbruck

175

Handgerät Schichtdickenmessung

Instruments AG

150
Total411
Anzahl Gönnerinnen und Gönner, Stand 31.12.2016
3553

 

Bilanz Klimafonds Stadtwerk Winterthur 2016

in 1000 CHFErtragAufwand
Saldovortrag per 1.1.2016507
Gönnerbeiträge199
Zinsertrag9
Total Ertrag208
Total verfügbare Mittel715
Auszahlung Förderbeiträge-75
Kommunikationsmassnahmen 
Honorar externe Fachperson Gremium-1
Total Aufwand

-76
Saldo*per 31.12.2015
639
Obligo zugesagte Förderbeiträge-472

*Die Verwaltungskosten des Fonds trägt Stadtwerk Winterthur.

Förderprogramm Energie Winterthur

2016 hat das Förderprogramm Energie Winterthur sein fünfjähriges Bestehen gefeiert. Die Aktivitäten und Erfolge der vergangenen vier Jahre sind im Vierjahresbericht festgehalten worden. Der Bericht zeigt, dass dank der zwischen 2012 und 2015 geförderten Massnahmen langfristig gegen 90 Millionen Kilowattstunden Energie eingespart und 20 000 Tonnen CO2 vermieden werden. Dafür hat das Förderprogramm 2,4 Millionen Franken Fördergelder ausbezahlt. Am wirksamsten sind die Sanierung der Gebäudehülle und der Ersatz von Ölheizungen durch Wärmepumpen.

Finanziert wird das Förderprogramm Energie Winterthur durch eine Abgabe an das Gemeinwesen, die auf den Strombezug erhoben wird. 2016 hat der Grosse Gemeinderat die Höhe dieser Abgabe bestätigt. Jährlich stehen weiterhin etwa 1,5 Millionen Franken zur Verfügung. Im Berichtsjahr sind die verfügbaren Mittel nicht ganz ausgeschöpft worden.

Beim Gebäudeprogramm von Bund und Kanton Zürich sind Anpassungen auf 2017 geplant. Diese wirken sich auch auf das Förderprogramm Energie Winterthur aus. Im Hinblick auf die anstehende Überarbeitung hat der Stadtrat im Dezember bereits eine erste Massnahme getroffen und das bestehende Reglement um einen Nachtrag ergänzt. Dieser regelt den Ersatz von Gasheizungen durch effiziente Wärmepumpen in Gasrückzugsgebieten. Er tritt Ende Januar 2017 in Kraft.

Bilanz Förderprogramm Energie Winterthur 2016

in 1000 CHFErtragAufwand
Saldovortrag per 1.1.20163 074
Einzahlungen aus Abgabe auf Strombezug1 466
Total Ertrag4 540
Förderbeiträge, Aktionen und Kampagnen-1 077
Kommunikation und Verwaltung-165
Total Aufwand-1 242
Saldo per 31.12.20163 298

Obligo zugesagt Förderbeiträge

1 124

 

Förderbeiträge 2016

Förderung Zusagen 2016
Sanierung der Gebäudehülle466
Gebäudesanierung nach MINERGIE-Standard18 
Ersatzneubau nach MINERGIE-P-Standard 
Ersatz von Ölheizungen durch effiziente Wärmepumpen96
Verbrauchskostenabhängige Heizkostenabrechnung1
Rückerstattung Baubewilligungsgebühren120
Beratungsunterstützung130
Fotovoltaik, 3-Jahres-KEV-Übergangslösung1190
Partnerschaft mit Drittorganisationen105
Beiträge Teilnehmende KMU-Modell130
Aktionen und Kampagnen73
Total1 029

1) Enthält Rückstellungen und ausbezahlte Förderbeiträge. 

Energieberatung und KMU-Modell

Stadtwerk Winterthur betreut in Zusammenarbeit mit der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) kleine und mittelgrosse Firmen im KMU-Modell. Im Vordergrund steht die Umsetzung von Massnahmen zur Energie-Effizienzsteigerung mit kurzen Rückzahlfristen dieser Investition. In der Region Winterthur erhalten 20 Unternehmen direkt von Stadtwerk Winterthur fachkundigen Support. In der Stadt Winterthur haben sich über 40 Unternehmen mit dem KMU-Modell zu Energieeinsparungen verpflichtet. Das bedingt eine kontinuierliche Effizienzsteigerung im Betrieb. Die damit verbundene Dokumentation des Energieverbrauchs zeigt, dass die Firmen deutlich mehr Energie einsparen und CO2-Emissionen reduzieren, als der vereinbarte Zielpfad vorsieht. Die EnAW-zertifizierten Energieberater von Stadtwerk Winterthur sind in der Region Winterthur auch für andere Energieversorgungsunternehmen unterwegs. Sie beraten zudem Privatkundinnen und -kunden. Die häufigsten Themen bei diesen Beratungen sind der Ersatz der Heizung und die Erneuerung der Gebäudehülle.

Energie-Contracting

Seit 2012 ist Stadtwerk Winterthur an der Wärme Frauenfeld AG beteiligt. Die Mitarbeitenden des Geschäftsfelds Energie-Contracting bringen ihr Fach-Know-how in die AG ein. Das ökologisch sinnvolle Projekt hat sich finanziell nicht wie erwartet entwickelt, was zu Liquiditätsengpässen geführt hat. In der Absicht, der Firma und dem Projekt etwas Luft zu verschaffen, sind bei Stadtwerk Winterthur Fehlentscheide getroffen worden und es ist zu Verfehlungen gekommen, welche die Rechnung 2015 des Geschäftsfelds beeinflusst haben. Aus dieser Gesamtsituation hat sich eine Vielzahl von Entwicklungen und Massnahmen wie zum Beispiel eine Administrativuntersuchung ergeben. Hinzu kommt eine Stimmrechtsbeschwerde für den Energie-Contracting-Rahmenkredit im Jahr 2015.

Grundsätzlich entwickelt sich die Geschäftstätigkeit des Geschäftsfelds Energie-Contracting nach Plan. Dies trotz des schwierigen Marktumfelds. Anlagen-Contracting geniesst eine hohe Akzeptanz. Der tiefe Ölpreis führt dazu, dass Wärme aus ökologisch vorteilhaften Quartierwärmeverbünden bei bestehenden Bauten gegenüber Ölheizungen kaum mehr konkurrenzfähig ist. Dies im Gegensatz zu Neubauten, für die fast ausschliesslich nachhaltige Wärmelösungen von den Kundinnen und Kunden gewünscht werden. Unter anderem auch aufgrund des tiefen Ölpreises ist der Stadtrat gezwungen gewesen, die bereits an den Grossen Gemeinderat überwiesenen Weisungen für den Quartierwärmeverbund «Aquifer Neuwiesen» zurückzuziehen, um das Projekt erneut auf seine Wirtschaftlichkeit hin zu prüfen.

Kontakt

Stadtwerk Winterthur vCard icon
Untere Vogelsangstrasse 11
8400 Winterthur

Tel.: +41 52 267 61 61
Fax: +41 52 267 61 10
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stadtwerk.winterthur.ch

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