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Heiligbergstollen

Ausgangslage
Die Wärme des Nahwärmeverbunds «Sulzerareal Stadtmitte» wird heute in einer fossilen Heizzentrale erzeugt. Der kommunale Energieplan Winterthur sieht vor, den Nahwärmeverbund des «Sulzerareals Stadtmitte» künftig über Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage zu speisen und dadurch zu ökologisieren. Weil das Fernwärmenetz nicht bis ins «Sulzerareal Stadtmitte» reicht, kann der Nahwärmeverbund nur dank der Realisierung einer neuen Verbindungsleitung durch den Heiligberg angeschlossen werden.

Bauvorhaben
In einer ersten Etappe ist im Januar 2013 der Durchstich für den Leitungstunnel unter den SBB-Geleisen bei der Wylandbrücke erfolgt. Im Februar 2014 startete die zweite Etappe, in der das Verbindungsstück durch den Heiligberg zum Fernwärmenetz realisiert wird.

Einer der längsten Stollen der Schweiz
Beim Bau kommt das sogenannte Microtunneling-Verfahren zum Einsatz. Ein vorgetriebener Bohrkopf frisst sich pro Tag durch rund zehn bis zwölf Meter Gestein. Gleich im Anschluss werden zwei bis vier Meter lange Betonrohre in den Stollen gepresst. Im Endausbau misst die Länge des Stollens 1060 Meter und sein Durchmesser beträgt 2,8 Meter. Es handelt sich dabei um einen der längsten Versorgungsstollen der Schweiz, der jemals mit diesem Verfahren gebohrt wurde. Dieses Vorgehen ist rund 15 % günstiger als eine Verlegung der Leitung in der Technikumstrasse. Zudem kann dank dieses pionierhaften Verfahrens auf eine entsprechende Baustelle im Bereich der Technikumstrasse verzichtet werden. Somit muss weder der öffentliche Busverkehr noch der Individual-Verkehr gestört werden.

Erste Wärmelieferung Ende 2015
Der Durchstich durch den Heiligberg erfolgte im November 2014. Danach werden die Fernwärmeleitungen verlegt. Ab Ende 2015 wird die Wärme für das Sulzerareal Stadtmitte somit erstmals aus der Abwärme der KVA stammen. Die Ablösung des fossilen Energieträgers Gas mit umweltfreundlicher Fernwärme bewirkt, dass die bestehende Kundschaft von wesentlich günstigeren Wärmepreisen als früher profitiert. Zudem kann dadurch eine CO2-Reduktion von ca. 7500 Tonnen pro Jahr erzielt werden.

Fällung und Neupflanzung von Bäumen
Der Anschluss ans bestehende Fernwärmenetz erfolgte auf Höhe der Tösstalstrasse 20. Aufgrund der umfangreichen Bauarbeiten müssen in diesem Gebiet sechs Gehölze (Eiben, Hainbuchen und eine Maulbeere) gefällt werden. Die Stadtgärtnerei wird diese Bäume nach Beendigung der Bauarbeiten ersetzen.

Terminplan für Heiligbergstollen
Folgende Bauetappen sind vorgesehen:

8. August 2013Baueingabe
19. Februar 2014Erhalt Baubewilligung
28. Februar 2014Fällung von Bäumen bei Zielschacht

März 2014 - November 2014

Bohrungsarbeiten durch Heiligberg
November 2014 - Oktober 2015Verlegung Leitungen und Anschluss ans Netz
Oktober 2015Bauende
Heizperiode 2015/16erste Wärmelieferung

 

 

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